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Gefallenengedenken im globalen Vergleich

Nationale Tradition, politische Legitimation und Individualisierung der Erinnerung

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Beschreibung

Krieg ist ein globales Phänomen, doch Kriegserinnerung und Gefallenengedenken sind in jedem Land unterschiedlich. In 20 Länderstudien loten die Autoren aus, wie historische Traditionen, religiöse Prägungen und politische Ordnungen sich auf die Erinnerungsmuster des neuzeitlichen Gefallenenkults auswirken. Trotz vieler Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern treten zwei Gemeinsamkeiten klar hervor: Alle Gefallenen werden politisch in Dienst genommen, um das eigene Staatswesen mit dem Tod der Soldaten zu legitimieren. Zugleich individualisiert sich in allen Nationalstaaten das Gefallenengedenken, das jeden Soldaten einzeln mit seinem Namen und als gleichberechtigten Teil der Nation darstellt. Nur religiöse und revolutionäre Märtyrerkulte sperren sich gegen diese Egalisierungstendenz.

Mitwirkende

Herausgeber: Jörg Echternkamp
Herausgeber: Manfred Hettling

Biographie Jörg Echternkamp

Jörg Echternkamp ist Historiker am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam. Er hat zahlreiche Publikationen zur deutschen Militärgeschichte vorgelegt und ist einer der besten Kenner des Zweiten Weltkriegs.

Biographie Manfred Hettling

Dr. Manfred Hettling ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Halle-Wittenberg.