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Herrschaftskontrolle durch Öffentlichkeit

Die publizistische Darstellung politischer Konflikte im Heiligen Römischen Reich 1648–1750

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Beschreibung

Das Mediensystem der politischen Publizistik im frühmodernen Deutschland war keineswegs eine obrigkeitliche Stiftung, sondern entwickelte sich in wechselseitiger Beziehung zu politischen Entwicklungsprozessen zu zunehmender Selbständigkeit. Dabei profitierte es davon, stets auf eigene, am Markt gewonnene Finanzmittel zurückgreifen zu können und von staatlichen Transferleistungen weitgehend unabhängig zu sein. Verleger und Redakteure nahmen das 'Agenda-Setting' nach eigenen Kriterien vor, eher vom Nachrichtenwert als von staatlichen Sprachregelungen geleitet. Die Leserschaft bestand zunächst aus der höfischen Machtelite und den werdenden und arrivierten Gelehrten, reichte jedoch schon im 17. Jahrhundert darüber hinaus, wobei die Rezeption durch die Ungelehrten das gesamte 18. Jahrhundert hindurch anwuchs.
Das Mediensystem der politischen Publizistik im frühmodernen Deutschland war keineswegs eine obrigkeitliche Stiftung, sondern entwickelte sich in wechselseitiger Beziehung zu politischen Entwicklungsprozessen zu zunehmender Selbständigkeit. Dabei profitierte es davon, stets auf eigene, am Markt gewonnene Finanzmittel zurückgreifen zu können und von staatlichen Transferleistungen weitgehend unabhängig zu sein. Verleger und Redakteure nahmen das "Agenda-Setting" nach eigenen Kriterien vor, eher vom Nachrichtenwert als von staatlichen Sprachregelungen geleitet. Die Leserschaft bestand zunächst aus der höfischen Machtelite und den werdenden und arrivierten Gelehrten, reichte jedoch schon im 17. Jahrhundert darüber hinaus, wobei die Rezeption durch die Ungelehrten das gesamte 18. Jahrhundert hindurch anwuchs.

Mitwirkende

Biographie Johannes Arndt

Studium der Geschichte, Chemie und Evangelischen Theologie an der Ruhr-Universität Bochum

1987 Promotion zum Dr. phil.

1994 Habilitation in Neuerer Geschichte

2002 apl. Professor

Hochschullehre in Münster, Osnabrück, Berlin (HU), Vechta, Düsseldorf und Gießen

Textauszug

The extent of journalistic activity concerning both domestic and interterritorial conflicts of the Old Reich has to date not been properly treated – in contrast to the many works describing international relations or political and philosophic questions of the day. Here, the author studies the role the public media played in the development of the political processes that existed between the two imperial estates. It also questions the previous paradigms of “arcana imperii” – the closed-circuit paths of information in Baroque courts. The self-perception of the ruler in all its ceremonial glory is shown in a new and very nuanced light.>