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Katharina Knie

Theaterstücke 1927-1929

von
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Beschreibung

Die "Spiegelung des Menschenbildes in der Darstellung seiner Kreatürlichkeit, das heißt, seines Schicksals, das er zu bestehen und an dem er sich zu messen hat", ist nach seinen eigenen Worten Carl Zuckmayers Aufgabe und Ziel. Wie wichtig es ist, in schwierigen Lebenssituationen nicht allein für sich zu bestehen, sondern gegenseitige Hilfe zu leisten, hat er mit deutlichem sozialkritischen Akzent auf unterschiedliche Weise in diesen drei Stücken gezeigt: in 'Schinderhannes' durch das Zusammenstehen der Gefährten im Kampf gegen die Ungerechtigkeit, in 'Katharina Knie' durch das Eintreten des einen für den ändern in der Gemeinschaft, vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Not, in 'Rivalen' durch Kameradschaft, wenn es gilt, an der Front seinen Mann zu stehen. Carl Zuckmayer läßt, obwohl in den zwanziger Jahren in Berlin zu Hause, die Gestalten in 'Schinderhannes' und in 'Katharina Knie' in seiner alten rheinischen Heimat und im Dialekt agieren; Ausdrücke des Ersten Weltkriegs nutzt er freilich anachronistisch auch für das im frühen 19. Jahrhundert spielende Schauspiel um Johann Bückler.

Mitwirkende

Biographie Carl Zuckmayer

Carl Zuckmayer wurde am 27. Dezember 1896 in Nackenheim am Rhein geboren. »Der fröhliche Weinberg« brachte ihm 1925 den Durchbruch und den renommierten Kleist-Preis. 1933 verhängten die Nationalsozialisten ein Aufführungsverbot über ihn. Zuckmayer zog sich daraufhin nach Henndorf bei Salzburg zurück. 1938 floh er weiter in die Schweiz, ein Jahr später in die USA. 1958 kehrte er in die Schweiz zurück. Am 18. Januar 1977 ist er bei Visp (Wallis) gestorben.